Figuren · Das Buch der Wächter

Ferrit

Ferrit kennt Ionas Ungeduld, noch bevor sie die Zügel aufnimmt. Der schwarze Hengst trägt sie durch die winterliche Landschaft Schottlands und lässt ihr den Wind, den sie am Hof vermisst.

Ferrit ist ein schwarzer, kräftiger Hengst mit dunklen Nüstern. Am linken Ohr trägt er eine kleine Kerbe von einem alten Biss. Zaumzeug und Sattel gehören zu seinem gewöhnlichen Einsatz als Ionas Reitpferd. Er besitzt weder Flügel noch ein magisches Lebensband mit einer Wächterin.

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Nach der Lektüre

Zu Beginn der Reise zeigt sich die Vertrautheit zwischen Pferd und Reiterin: Ferrit wartet ungeduldig, lässt sich führen und holt die beiden Brüder ein. In der Höhle streicht Iona ihm über die Nüstern und bittet ihn, auf die anderen Pferde aufzupassen. Die menschliche Deutung seines Nickens gehört zu ihrem liebevollen Umgang mit ihm.

Als Iona hinter dem Nebel keine Nachricht an ihre Familie bekommt, zeichnet sie Ferrits gekerbtes Ohr unter den Brief. Es ist schlecht gezeichnet, aber persönlich. Tamm und Buck könnten darin ihre Schwester erkennen. Ein alltägliches gemeinsames Detail wird wichtiger als ein königliches Siegel.

Ferrit reist nicht als sechster Begleiter durch das Nebelreich. Er bleibt mit Schottland und Ionas frühem Leben verbunden. Dharin, der junge Drache, und Ferrit erfüllen verschiedene Rollen; die gemeinsame Nähe zu Iona macht sie nicht zu derselben Art von Gefährten.

Schwarzes Fell, wacher Ausdruck und vertrautes Pferdegeschirr verbinden Ferrit mit den Wegen, die Iona lange vor dem Nebel kannte. Er braucht keine magische Herkunft, um ihr etwas zu bedeuten.

Aus dem Begleitbuch „Das Buch der Wächter“. Ergänzende Legenden und Deutungen sind im Text als solche gekennzeichnet.

Illustration: Ferrit