Ein Begleiter ist weder Besitz noch bloßes Reittier. Er begegnet seinem Wächter als eigenständiges Wesen. Aus dieser Begegnung erwächst eine Bindung, deren Folgen weit über die erste Wahl hinausreichen.
- Die Wahl: Der Gnom erkennt die Anlagen der Kinder. Die Tierjungen erscheinen in einem großen Korb; sie wählen die jungen Wächter selbst. So finden Atax, Xiongmao, Kesch und Gaid zu ihren Gefährten.
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- Das Lebensband: Wächter und Begleiter gelten als zwei Seiten derselben Medaille. Mit Pharn stirbt auch Atax. Eine Trennung der Körper hebt die Bindung nicht auf.
- Die Ausbildung: Nach Thamayas Bericht beginnt sie gewöhnlich mit sieben Jahren und dauert dreiundzwanzig Jahre. Mit sechzehn wird einem Jäger ein eigenes Waldstück anvertraut. Hinter dieser Ordnung stehen auch erzwungene Abschiede: Nicht jedes Kind verlässt sein Zuhause freiwillig.
- Die Verschmelzung: Zum Abschluss lernt der Wächter, Geist und Magie des Begleiters in sich aufzunehmen und dessen Gestalt anzunehmen. Das verlangt innere Ruhe. Wer die aufsteigende Tierkraft nicht beherrscht, droht sich in ihr zu verlieren.
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- Ionas Taufe: Ihr Weg folgt nicht der gewöhnlichen Ausbildung. Die Verbindung mit Dharin wird ihr auferlegt, bevor sie ihre Tragweite kennt. Dass daraus Stärke entsteht, macht die fehlende Wahl nicht ungeschehen.
- Die drei Prüfungen: Die ergänzende Überlieferung nennt Stille, Band und Furcht: die eigene Ruhe finden, den Gefährten blind im Wald erkennen und den eigenen Ängsten begegnen.
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- Die Nachfolge: Derselben Überlieferung zufolge wird in der Todesnacht eines Wächters ein Tierjunges seiner Art geboren. Der Gnom spürt es und sucht das passende Kind. Ein Nachfolger erhält einen eigenen Begleiter; Atax kehrt nicht zurück.
Aus dem Begleitbuch „Das Buch der Wächter“. Ergänzende Legenden und Deutungen sind im Text als solche gekennzeichnet.
